Den Wandel (er)leben

24.02.2017 bis 26.02.2017
Rubriken : Globale Verantwortung Sieben Linden kennenlernen

Beschreibung

Der Ansatz der Ökodörfer in der Klimaerwärmung

Die menschgemachte Klimaerwärmung ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit im 21. Jahrhundert, doch sie ist nur ein Symptom eines noch viel größeren Problems: Wir Menschen leben auf diesem Planeten nicht nachhaltig, nicht enkeltauglich!

Unsere Gesellschaft probiert den Klimawandel hauptsächlich mit neuer und grünerer Technik und einer höheren Effizienz zu lösen. Das ist natürlich ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaschutz - doch viel mehr ist möglich, und nötig, wenn wir die Erderwärmung auf 2°C begrenzen wollen!

Die Ökodorfbewegung ist ein bottom-up (Graswurzelbewegungs-) Ansatz, in dem Menschen nicht darauf warten wollen, bis die Technologie oder die Politik das Problem mit dem Klimawandel lösen. Ökodörfer sind Modelle gelebter Nachhaltigkeit, die zeigen, dass mehr Nachhaltigkeit möglich ist, ohne eine Einschränkung in der Lebensqualität. Sie testen in einem Mikrokosmos verschiedene Ansätze zur Lösung dieser Herausforderung im Großen und zeigen, wie wichtig ein Umdenken/Umfühlen - ein Bewusstseinswandel – ist, um den Wandel zu (er)leben!

Das Seminar besteht aus drei Teilen, die ineinander verwoben werden: Im ersten Teil stellen wir das Ökodorf Sieben Linden vor. In Sieben Linden leben z.Z. 140 Menschen gemeinschaftlich zusammen, mit einem CO2 Fußabdruck von ca. eindrittel im Vergleich zum Bundesdurchschnitt. Dies ist durch die Nutzung von erneuerbaren Energien für Strom, Warmwasser und Heizung, Bau von Strohballenhäusern, einem eigenen Garten, einer Pflanzenkläranlage und Komposttoiletten möglich.

Im zweiten Teil geben wir einen Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft beim Thema Klimawandel und welche Lösungen sie sieht. Wir werden die Argumente der Klimaskeptiker diskutieren und versuchen zu verstehen, warum es so schwierig ist, einen wirksamen Klimaschutz auf internationaler Ebene umzusetzen. Dieser Teil wird von Dr. Tobias Bayr übernommen. Er arbeitet als Klimaforscher am GEOMAR in Kiel und lebte ein Jahr in einem Ökodorf.

Im dritten Teil werden wir einen Einblick geben in die „Arbeit die wieder verbindet“ (Tiefenökologie). Diese Methode ist ein ganzheitlicher Ansatz, der uns die Allverbundenheit über Übungen fühlbar werden lässt und zum Bewusstseinswandel beitragen kann. Das Wichtigste an dieser Arbeit ist, dass unser Wissen erfahrbar wird, Herz und Verstand in Verbindung sind und wir so zum Handeln kommen, aus uns selbst heraus, mit einem neuen Bewusstsein, dem Bewusstsein für das Ganze! Das lässt uns die Verantwortung übernehmen, für uns selbst und für das, was in der Welt geschieht. Tiefenökologie kann von der Ohnmacht zum Handeln führen. Dieser Teil wird von Gabi Bott gestaltet. Sie lebt seit 2001 in Sieben Linden und ist Trainerin für Tiefenökologie.


Referent_innen

  • Gabi Bott
  • Trainerin für Tiefenökologie, Sieben Linden
  • Tobias Bayr
  • Klimaforscher am GEOMAR in Kiel

Anmeldung

Dieses Seminar liegt in der Vergangenheit.

Informationen zum Seminar

Anreise

Anreise Freitag 17-18 Uhr, 18:30 Uhr Abendessen, Seminarbeginn 20 Uhr

Abreise

Sonntag 13 Uhr Mittagessen, anschließend Abreise

Seminarkosten

150 € (erm. 95 €)

Biovollverpflegung

50 €

Unterkunft

Preise für Übernachtungen in Sieben Linden hier

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